No. 23: Little Oak, Höppners – Postfeld

Die kleine Brauerei Höppners aus Postfeld in der Nähe von Kiel kreiert ausgezeichnete Biere. Nachdem ich bei meinen Tastings bereits das Lieblingssaison, das Pazifikus Pale und das Goldrausch, ein California Common, aufgetischt habe, habe ich nun die besondere Gelegenheit einen ganz neuen Sud zu verkosten. Braumeister Nickels hat hat mir kürzlich eine Flasche seines neuen “Little Oak”, ein Scotch Strong Ale, zum Verkosten überreicht. Von dem “Little Oak” gibt es bislang erst geringe Menge, quasi Testsude. Die Produktion für den lokalen Biermarkt ist noch nicht erfolgt.

Der Braumeister

Ich habe Nickels und Höppners ja bereits in anderen Beiträgen beschrieben. Deswegen hier nur der Verweis auf meinen Beitrag über das Pazifikus Pale von Höppners.

Das Bier – Liitle Oak

So, und nun wollen wir mal schauen, was Nickels aus Postfeld da feines gezaubert hat.

Fangen wir mit den wesentlichen Sachinformationen an. Das “Little Oak” ist ein Scotch Strong Ale mit einem Alkoholgehalt von 8,3 Vol. %. Dem Etikett sind weitere wichtige Informationen zu entnehmen. Als da wären als Zutaten die beiden Hopfen East Kent Golding und Northern Brewer sowie Gerstenmalz. Das Ganze dann gelagert auf amerikanischer Weißeiche und einem Single Malt Whiskey aus dem Hause Oban. Ein Scotch Strong Ale ist ein spezieller britischer Bierstil. Ein starkes Ale mit einem kräftigen Malzkörper und torfigen und rauchigen Noten. Mein bisherige Begegnung mit einem Scotch Strong Ale war das Scotch von Störtebeker. Ich war wenig angetan.

Umso gespannter war ich nun auf das Scotch Strong Ale aus dem Hause Höppners. Die Basis bildet ein starkes und dunkel eingebrautes Ale. Die Whisky-Aromen werden dem Bier normalerweise durch die Lagerung in Whisky-Fässern hinzugefügt. In Ermangelung eines Whisky-Fasses, hat Nickels getoastete Eichenholzstücke in Whisky eingelegt und dann dem Bier zur Lagerung und Reifung dazugegeben. Bei dem verwendeten Whisky handelt es sich um einen schottischen Oban Single Malt, einen torfig-rauchigen Whisky mit einer leichten Salznoten.

Schon nach dem Öffnen der Flasche und dem Einschenken in das Glas umströmt ein kräftiger, torfiger Geruch meine Nase. Das dunkle, tiefbraune Ale mit seiner hellbraunen Schaumkrone verweilt einen Augenblick im Glas. Der erste Schluck dieses Ales mit seinem vollen Körper ist intensiv: süß, karamellig, dezente rauchige Aromen, die eher torfigen Charakters sind. Erst beim nächsten Schluck nehme ich dann eher im Abgang feine, salzige Aromen war. Das Whiskyaroma durch die Hinzugabe der Eichenholzstücke zeigt hier seine volle Wirkung. Die leichte Hopfung mit den beiden britischen Hopfen East Kent Golding und Northern Brewer mit ihren süßlichen, fein würzigen bis harzigen Aromen fügen sich passend in das Geschmacksprofil ein.

Fazit

Ich bin positiv überrascht. Was bleibt nach einer Flasche Little Oak? Man ist leicht angedüdelt und hat die Erkenntnis gewonnen, dass dieses Scotch Strong Ale nicht der passende Begleiter für ein Fußballspiel sondern eher etwas für besondere (Craftbeer-)Momente ist. Und vorsichtig formuliert: ein Craftbeer für Fortgeschrittene. Unterm Strich ist Nickels mit dem “Little Oak” ist äußerst komplexes Bier gelungen, das bei einem hohen Alkoholgehalt zugleich sanft und ausgewogen ist. Irgendwie smoothig.

Nickels, das ist äußerst gelungen. Schmeiß den Braukessel an!

Die Eckdaten

Bierstil: Scotch Strong Ale
Hopfen: East Kent Golding, Northern Brewer
Bittereinheiten: k.A.
Alkoholgehalt: 8,3 % Vol

Die Höker

Bislang gibt es das “Little Oak” noch nicht zu kaufen. Es besteht allerdings die Chance das Bier auf den Kieler Craft Beer Days am 27. und 28.4. zu probieren.

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