No. 20: Hopfenfänger India Pale Ale, Bremer Braumanufaktur – Bremen

Habe da in meinem Keller noch dieses IPA aus Bremen von der Bremer Braumanufaktur gefunden und festgestellt, dass ich hier noch gar kein IPA vorgestellt habe. Immerhin ist der Bierstil India Pale Ale (IPA) doch so etwas wie das Flagschiff der Craftbeer-Szene. Ich muss dabei gestehen, dass ich anfänglich von IPAs sehr angetan war, was aber mittlerweile etwas abgeebbt ist.

Die Brauerei – die Bremer Braumanufaktur

Was unterscheidet die beiden Hansestädte Bremen und Hamburg voneinander? Beide können mit einem derzeit nur wenig erfolgreichen und attraktiven Erstligafußball aufwarten, in beiden Städten gibt eine große Brauerei, die erfolgreich Fernsehbiere produziert, Beck’s und Holsten, und beide erfreuen sich einer wachsenden Kreativbierszene – wobei die Hansestadt Hamburg hierbei deutlich die Nase vorn hat. Aus Bremen stelle ich heute aus der Hopfenfänger-Serie der Bremer Braumanufaktur das IPA vor. Die Bremer Braumanufaktur wurde im Jahr 2014 gegründet. Hinter der Bremer Braumanufaktur steckt der Brauer Markus Freybler. Die Besonderheit steckt hier u.a. in dem Hopfen. Auf der Bremer Gemüsewerft, einem Urban-Gardening-Projekt, baut Freybler seinen eigenen Hopfen an.

Das Bier – das Hopfenfänger India Pale Ale

Noch mal ganz kurz für Einsteiger, was ist ein India Pale Ale (IPA)? Es handelt sich um ein obergäriges Bier, das im Vergleich zu einem Pale Ale, einen höheren Alkoholgehalt aufweist und hopfenbetonter ist. Die Bittereinheiten (IBU) sind im Regelfall spürbar höher als bei einem Pale Ale. Verwendet werden häufig geschmacksintensive Aromahopfen wie etwa Cascade, Citra oder Amarillo, um nur einige zu nennen.

Was hat nun also dieses bremische IPA zu bieten? Im Glas ein hellgelbes, leicht trübes Gebräu mit einem weißen, feinporigen Schaum. Anders als bei vielen IPAs ist der Geruch recht dezent und nicht so ausgeprägt hopfig und fruchtig. Und das, obwohl dem Bier mit den Aromahopfen Simcoe, Cascade und Amarillo gleich drei für ein IPA typische Hopfensorten beigefügt sind. Dieser Eindruck bestätigt sich bei dem ersten Schluck: die zitrus-fruchtigen Noten des Cascade-Hopfen sind recht zurückhaltend ausgeprägt. Dafür machen sich die süßlichen Aromen des Amarillo-Hopfens stärker bemerkbar und geben dem IPA eine unerwartete Süße. Die Bittere ist vergleichsweise sanft und gut in den schlanken Malzkörper eingebunden, im Abgang wird das IPA spürbar bitter. Es bleibt aber auch dieser recht süßliche Geschmack. Mag auch an der Zugabe von Zucker liegen. Das Hopfenfänger IPA kommt auf 50 Bittereinheiten (IBU), was für ein IPA eher niedrig ist. Insgesamt ein mildes IPA bei dem Aromen süßer Früchte den Ton angeben.

Fazit

Ein durchaus bemerkenswertes, aber auch etwas ungewöhnliches IPA. Probieren lohnt sich.

Die Eckdaten

Bierstil: India Pale Ale
Hopfen: Amarillo, Cascade, Simcoe
Bittereinheiten: 50 IBU
Alkoholgehalt: 7,5 % Vol

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